Die vier Grosslagen
Die I Francesi-Weine keltern wir aus Trauben alter Nebbiolo-Stöcke der vier Grosslagen. Wir haben dafür gezielt uns geeignete Parzellen ausgesucht und beobachten diese über Jahre. Bei der Handernte selektionieren wir erstklassige Trauben und transportieren sie in kleinen Kisten umgehend in den Keller von Christian und Myra Zündel in Beride, Tessin. Dort werden sie nach allen Regeln der Kunst gekeltert.

Valgella
Valgella, die östlichste der vier historischen Grosslagen, verfügt mit 140 Hektaren über die grösste Ausdehnung. In diesem Gebiet findet man einige in Schweizer Besitz. Für Bündner war es interessant, hier Land zu erwerben, denn eine Zollbestimmung begünstigt beim Import Trauben und Wein, die nicht weiter als zehn Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt produziert werden. Der Name soll sich von «valgel» ableiten, einem dialektalen Begriff für die kleinen Bäche, die für dieses Gebiet charakteristisch sind. Im Vergleich zu den anderen Grosslagen zeichnet sich Valgella durch geringere Niederschlagsmengen und tiefere Böden aus. In diesem Gebiet arbeiten wir mit Sergio Tenni zusammen, er bewirtschaftet hier die Parzellen der Fratelli Triacca.

Inferno
Inferno ist die kleinste und vielleicht berühmteste der vier historischen Grosslagen. Die 55 kompakten Hektaren liegen alle zwischen 300 und 500 Höhenmetern. Hier misst man – zusammen Sassella – im Durchschnitt die höchsten Temperaturen in der Valtellina. Das Herzstück befindet sich in der Mitte und zeichnet sich durch steilste Hänge in reinster Südlage aus. Etwas oberhalb, gewissermassen als Antwort auf das Inferno, liegt das Paradiso, eine Schlucht mit sanften Hängen in kühlerer Lage. Weiter östlich befindet sich das Gebiet Calvario, auf der gegenüberliegenden Seite, an der Grenze zu Grumello, stösst man auf den lehmhaltigeren Bereich Runsc. Hier arbeiten wir mit Giuliano Molinari zusammen, jahrzehntelang technischer Leiter der Fratelli Triacca. Molinari pflegt hier 3500 m2 50-jährige Nebbiolo-Reben
in der Zone Runsc mit viel lockerem Sand.

Grumello
Der geografische und historische Bezugspunkt des Grumello-Gebiets ist das Castello. Auch in diesen 80 Hektaren ist der Höhenunterschied zwischen 350 und 600 Meter ein entscheidender Faktor, wenn es um die feinen Unterscheide innerhalb der Lage geht. Unterhalb der Burg bis angrenzend an die Stadt von Sondrio prägen felsige und unwegsame Terrassen den Weinbau. Hier liegen die Gebiete Ca’ Rossa, Ca’ Bianca und Sant’ Antonio. Oberhalb der Burg ist das Untergebiet ausgeglichener, hier wird etwa zwischen den Zonen Dossi Salati und Prudenze unterschieden. Im Grumello-Gebiet arbeiten wir mit Marta Parola und ihrem Partner Gabriele zusammen. Die beiden bewirtschaften eine Hektare im Bereich Dossi Salati auf 580 Meter über Meer. Die Reben sind durchschnittlich 50 Jahre alt.

Sassella
Die Zone von Sassella mit seinen rund 100 Hektaren erstreckt sich zwischen der Gemeinde Castione Ardevenno und dem westlichen Stadtrand von Sondrio. Die Bezeichnung ist eine Anspielung auf die Felsen (sassi) und die Trockensteinmauern, welche die Rebberge prägen und gibt auch der bedeutenden Wallfahrtskirche Madonna della Sassella ihren Namen. Das Gebiet ist zweigeteilt, mit dem Ortsteil Triasso in der Mitte. Der östlichste Bereich erstreckt sich in Richtung des ehemaligen Klosters San Lorenzo mit Blick auf Sondrio, der westliche mit dem Ortsteil Grigioni reicht bis nach Castione Ardevenno. Die Rebberge liegen zwischen von 270 bis 600 Höhenmetern. Hier arbeiten wir, im östlichen Teil, mit Giorgio Marchionni zusammen, er bewirtschaftet für Fratelli Triacca die firmeneigenen Reben im Gebiet von Sassella.

